Gesellschaft für Informatik e.V.

Lecture Notes in Informatics


Architekturen, Komponenten, Anwendungen, Proceedings zur 1. Verbundtagung Architekturen, Komponenten, Anwendungen (AKA 2004), UniversitÀt Augsburg, 02.03. Dezember 2004 P-57, 131-149 (2004).

GI, Gesellschaft fĂŒr Informatik, Bonn
2004


Editors

Klaus Turowski (ed.)


Copyright © GI, Gesellschaft fĂŒr Informatik, Bonn

Contents

Zur Beschreibung datenbasierter Parametrisierung von Softwarekomponenten

Jörg Ackermann

Abstract


Softwarekomponenten können nur selten ohne Anpassung wiederverwendet werden. Ein bekanntes Anpassungsverfahren ist die datenbasierte Parametrisierung. Ein vorgesehener Parametrisierungsspielraum muss jedoch in der Spezifikation der Komponente berĂŒcksichtigt werden. Diese Problematik ist Gegenstand eines derzeit laufenden Forschungsvorhabens. Diese Arbeit beschĂ€ftigt sich mit der Frage, welche Sachverhalte in einer Spezifikation zu berĂŒcksichtigen sind. Die BeitrĂ€ge dieser Arbeit sind eine neue Klassifikation verschiedener ParametrisierungsansĂ€tze, ein Parameter-Metamodell zur Beschreibung der Parameter selbst und ein erster Ansatz zur Beschreibung von Parameterauswirkungen mit Hilfe eines Klassifikationsschemas. Ein schon lange verfolgtes Ziel ist, unternehmensindividuelle Anwendungssysteme aus wiederverwendbaren Softwarekomponenten zu erstellen [Mc68]. Durch eine solche Komponentenstrategie kann man die EffektivitĂ€t und QualitĂ€t der Softwareentwicklung steigern und die FlexibilitĂ€t der Anwendungssysteme erhöhen. Zwei wichtige Erfolgsfaktoren sind dabei standardisierte Spezifikation und Anpassbarkeit von Komponenten: Eine standardisierte Spezifikation ist Voraussetzung fĂŒr Entwicklungsmethodologie und WerkzeugunterstĂŒtzung [Ov04] sowie fĂŒr die Wiederverwendung von Komponenten durch Dritte [Tu01]. Anpassung ist deshalb unerlĂ€sslich, da sich Komponenten kaum ohne Anpassung wiederverwenden lassen [Bo97]. Ein bekanntes Verfahren zur Anpassung ist die (datenbasierte) Parametrisierung. Da sich durch Parametrisierung Struktur und Verhalten einer Komponente Ă€ndern, muss ein vorhandener Parametrisierungsspielraum spezifiziert werden. Die Spezifikation datenbasierter Parametrisierung ist Thema eines derzeit laufenden Forschungsvorhabens. Bevor man Spezifikationsvorschriften erstellen kann, muss bekannt sein, was ĂŒberhaupt zu spezifizieren ist. Dazu werden in der vorliegenden Arbeit - mit der Parametrisierung zusammenhĂ€ngende - spezifikationsrelevante Sachverhalte identifiziert und beschrieben. Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil dient Überblick und Einordnung in die Thematik: Nach einer allgemeinen Diskussion zu Anpassungsverfahren fĂŒr komponentenbasierte Anwendungen (Kapitel 1) beschĂ€ftigt sich Kapitel 2 detaillierter mit Pa- rametrisierung. Es wird eine Unterteilung in datenbasierte und programmbasierte Parametrisierung vorgeschlagen, wodurch verschiedene unter Parametrisierung bekannte 131 Verfahren gemeinsam dargestellt werden können. Kapitel 3 diskutiert die Problematik der Spezifikation datenbasierter Parametrisierung und stellt den derzeitigen Stand der Technik vor. Der zweite Teil der Arbeit enthĂ€lt VorschlĂ€ge zur Beschreibung datenbasierter Parametrisierung: Dazu wird fĂŒr Parameter ein Parameter-Metamodell entwickelt (Kapitel 4) und fĂŒr Parametrisierungsauswirkungen wird ein Ansatz vorgeschlagen, bei dem die Beschreibung mit Hilfe eines Klassifikationsschemas erfolgt (Kapitel 5). Die Arbeit schließt mit dem zusammenfassenden Kapitel 6 ab.


Full Text: PDF

GI, Gesellschaft fĂŒr Informatik, Bonn
ISBN 3-88579-386-5


Last changed 24.01.2012 21:48:24