Ein Metamodell als Grundlage zum Workflow-basierten Management von Produktionsprozessen
Abstract
Obwohl die durchgängige DV-Unterstützung der Planung und Steuerung von Geschäftsprozessen in der Produktion bereits vor 15 Jahren proklamiert wurde, ist deren heutiger Realisierungsstand unbefriedigend. Mit Workflowmanagement (WFM) findet sich hierzu ein vielversprechender Ansatz aus dem Office Management. WFM wird im Rahmen der Produktionsplanung und -steuerung (PPS) allerdings nur wenig beachtet. Andererseits ist der Entwicklungskontext von WFM vor allem durch Verwaltungsprozesse bzw. von Dienstleistungsunternehmen wie Banken und Versicherungen geprägt. Obwohl der Betrachtungsgegenstand von WFM und PPS das Prozeßmanagement ist, erfolgte ihre Entwicklung bisher weitgehend unabhängig voneinander. Damit einhergehend wurden bisher kaum konzeptionelle Überlegungen zu Synergien von PPS- und Workflowmanagementsystemen (WFMS) und zur Anwendung von WFM in der industriellen Auftragsabwicklung unternommen. Ausgehend von der Vision einer durchgängig Workflow-basierten PPS wird in diesem Beitrag ein Vorschlag für ein Metamodell unterbreitet, das die Datenstrukturen und Konzepte von PPS und WFM entsprechend integriert und damit als eine Grundlage für die Realisierung dieser Vision dienen kann. Hierzu werden WFM und PPS zunächst anhand von Metamodellen verglichen und in einem Beziehungs-Metamodell zusammengeführt. Darauf aufbauend wird untersucht, inwieweit WFMS Aufgaben wahrnehmen können, die bislang von traditionellen PPS-Systemen übernommen werden, und welche Systemfunktionen dem jeweils anderen Konzept im Hinblick auf dessen Einsatzeignung für das industrielle Geschäftsprozeßmanagement zugänglich sind. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung.
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